Sexmythen: Was stimmt und was nicht?

Sexmythen – was stimmt? Haben schwarze Männer wirklich längere Penisse und sind Blondinen besser im Bett?

Im folgenden Videobeitrag findest du die bekanntesten Sexmythen und ob an ihnen etwas dran ist.

Blondinen sind besser im Bett

Jetzt mal ehrlich: wenn das so wäre, hätte die Evolution schon längst dafür gesorgt, dass die Mehrzahl aller Frauen blond ist. Die Tatsache, dass selbst die Mehrzahl aller blonden Frauen blondiert ist, sagt ja wohl alles. Die Wahrheit lautet also: es gibt solche und solche. Und manche sind sogar blond.

Männer können immer nur einen Orgasmus haben

Für gut 98 Prozent stimmt das. Ein bis zwei Prozent der Männer geben dagegen an, dass sie mehrere Orgasmen erleben. Bis zu zehn hintereinander sollen möglich sein. Dazu muss man lernen, den Höhepunkt und den Sekunden später folgenden Samenerguss voneinander zu trennen – und so das eine zu genießen und das andere hinauszuzögern. 98 Prozent der Männer fragen sich nur, warum sie so lange mit dem Einschlafen warten sollten.

Wie die Nase eines Mannes, so auch sein Johannes

Ist ja ein netter Spruch. Hat nur einen Schönheitsfehler: er stimmt nicht. Denn zwischen der Größe einer Nase und des dazugehörigen Penis besteht keinerlei Verbindung. Das gilt auch für Formeln, nach denen das Ausmaß der Füße irgendwelche Rückschlüsse zulassen soll. Das einzige, was man über einen Typen mit großen Füßen sagen kann ist, dass er große Schuhe braucht.

Singles haben den meisten Sex

Das ist ein Irrtum, denn das Leben ist in Wirklichkeit nicht so, wie es uns in Vorabendserien vorgegaukelt wird. Den meisten Sex – das zeigte auch die weltweit größte, je durchgeführte Sex-Umfrage „Sex in America“ – haben verheiratete Männer. Bessere Steuerklasse, mehr Sex, da dürften manchem so langsam die Argumente ausgehen.

Masturbieren macht blöd

Eigentlich sind die Typen, die so einen Stuss behaupten, der Beweis dafür, dass die Theorie stimmt. Doch jeder aufgeklärte Mensch weiß inzwischen, dass eine Sehnenscheidenentzündung die größte Gefahr ist, die vom Onanieren ausgeht. Wenn es dazu kommt, wird dir dein Arzt einen Handwechsel empfehlen.

Gleichzeitige Orgasmen sind schöner

Da ist was dran. Aber das bedeutet nun wirklich nicht, dass man es jedes Mal darauf anlegen sollte, zusammen zu kommen. Der Stress, den man sich dabei macht: „Halt, stopp, ich bin noch nicht soweit“, „Mach schneller, ich halte es nicht mehr aus“, wird dafür sorgen, dass man ziemlich schnell keine Orgasmen mehr hat und schon gar keine gleichzeitigen.

Wer beim Sex von anderen Frauen träumt, liebt seine Partnerin nicht

Auch hier ist das Gegenteil richtig. Wer davon träumt, die rothaarige Bedienung im Café zu vernaschen, während er gerade mit seiner Freundin schläft, wird dadurch nur zusätzlich angeregt. Und darüber wird sich nicht mal die Freundin beklagen. Die Schwierigkeiten gehen erst los, wenn du die Rothaarige einem so ausführlichen Stellungstest unterzogen hast, dass sie anschließend keinen Kaffee mehr kochen kann.

Sex vor einem Wettkampf ruiniert die sportliche Leistung

Wäre es so, ließen sich mit Sex die tollsten Trainingsprogramme zusammenstellen. Tatsächlich aber verbraucht Sex nur ein bescheidenes Quantum an Energie – auch wenn sich das im Einzelfalle anders anfühlen mag. Belastungstests haben gezeigt, dass sich Blutdruck, Herzfrequenz und Regenerationszeiten bei Sportlern, die in den zwölf Stunden vor dem Wettkampf Sex hatten, nicht von den Werten einer Gruppe unterschieden, die abstinent geblieben war.

Morgens ist Sex am besten

Das behauptet zumindest der französische Neurobiologe Jean-Didier Vincent. Morgens, genauer gesagt in der Zeit zwischen sechs und sieben, produzieren die Hoden seinen Angaben zufolge mehr Testosteron als zu jeder anderen Tageszeit. Wir können dir allerdings auch den amerikanischen Psychologen Joel Block bieten: der behauptet, dass 90 Minuten nach dem Einschlafen die optimale Zeit für Sex sei. Egal, wie und wann du’s machst, achte darauf, dass du irgendwann noch ein bisschen Schlaf abkriegst.

Pornos zeigen meist ein verzerrtes Bild der Sexualität

Und ob, dazu sind sie ja gemacht worden. Mit der Realität müssen wir uns jeden Tag herumschlagen. Kann keiner verlangen, dass wir uns darüber auch noch Filme ansehen sollen.

Männer machen den ersten Schritt

Das ist falsch. Männer machen den zweiten Schritt. Den ersten Schritt machen die Frauen. Das aber offenbar auf so subtile Art, dass wir immer noch glauben, die Initiative läge bei uns Männern. Dabei reagieren wir in den meisten Fällen nur auf die von Frauen ausgesendeten Signale – Blicke, über Lippen streichende Zungen, durch Haare fahrende Hände. Erst, wenn man uns auf diese Weise freie Fahrt signalisiert hat, legen wir los. Ladies first – ist doch klar.

Frauen wollen Männer mit Geld

Also, das kann man so plump nicht sagen. Schließlich stehen manche eher auf Männer mit Einfluss. Eins von beiden sollte es aber mindestens haben. Und wenn beides zusammenkommt, kann der Typ auch potthässlich und strunzdoof sein. Keine Frau gibt das gerne zu. Wahr ist es trotzdem.

Gegensätze ziehen an

Ja, absolut, in erster Linie Scheidungsanwälte. Denn die größten Aussichten auf eine dauerhafte Beziehung haben – nach streng wissenschaftlicher Erkenntnis – jene Paare, bei denen die Partner sich weitgehend ähneln. Wenn manche Forscher wüssten, was sie mit ihren Untersuchungen anrichten, würden sie es vermutlich lassen. Wäre zumindest in diesem Fall besser gewesen.

Schwarze Männer haben längere Penisse

Nun, was sollen wir sagen – es stimmt. Die „Sex in America“-Studie hat gezeigt, dass schwarze Männer im Durchschnitt etwas über dem Maß weißer Männer liegen. Weiße Männer haben dafür etwas mehr zu bieten als asiatische Männer – auch das natürlich nur im Durchschnitt. Was das nun heißt? Dass im Einzelfalle eben doch alles ganz anders sein kann – oder kennst du eine Frau, die mit dem Durchschnitt schläft. (Na gut, wir kennen auch welche.)

Wer Rechenaufgaben löst, kann den Orgasmus hinauszögern

Kurzfristig mag diese Technik ja funktionieren. Aber ziemlich schnell wirst du sogar wissen, wie viel 74 mal 243 ist – genau, 17982. Dann bist du wieder aufgeschmissen? Du solltest dich deshalb lieber auf deinen Körper konzentrieren und lernen, auf welche Reize er am explosivsten reagiert. Dagegen versuchst du dich dann unempfindlich zu machen. Mann, um dieses Abhärtungsprogramm werden dich viele beneiden.

Wer sexuelle Fantasien hat, hat Probleme in seiner Partnerschaft

Ganz im Gegenteil. sexuelle Fantasien verbessern vielmehr dein Liebesleben. Studien haben gezeigt, dass Männer mit ausgeprägten sexuellen Fantasien auch reichhaltigere sexuelle Erfahrungen haben und beim Liebesspiel einfallsreicher sind. Zudem sind wir an diesem Punkt der Natur hilflos ausgeliefert. Ungefähr alle 20 Minuten bemächtigt sich eine endogene Erregung, die im Zusammenspiel zwischen Hirnrinde und emotionalem Hirn entsteht, unserer Nervenzellen.

Frauen können mehrere Höhepunkte hintereinander haben

Ja, ja, jaaaaa – sie können. Bis zu zwanzig wollen manche erlebt haben. Solche multiplen Orgasmen dauern im Normalfall zwischen wenigen Sekunden und einigen Minuten. Meist haben diese Frauen erst ein oder zwei (oder zehn) Höhepunkte durch Cunnilingus oder die manuelle Stimulierung der Klitoris, dann noch mal einen oder zwei (oder zehn) beim Koitus. Die umgekehrte Reihenfolge kommt dagegen so gut wie nicht vor.

Liebe auf den ersten Blick existiert

Hat das irgendjemand ernstlich bezweifelt? Sowohl Männer als auch Frauen treffen ihre Partnerwahl zum Teil in weniger als 30 Sekunden. Das hat die Wissenschaftlerin Christiane Tramitz von der Forschungsstelle für Humanethologie in Andechs ermittelt. In dieser Zeit bewertet das Gehirn Millionen von Informationen und kommt zum abschließenden Urteil. Und zwar weltweit zum gleichen. Der amerikanische Evolutionspsychologe David Buss konnte nachweisen, dass Männer und Frauen auf allen fünf Kontinenten die gleichen Kriterien anlegen. Wer ins Raster passt, muss sich also auch keine Sorgen um die Urlaubsbekanntschaft machen.

Frauen lehnen Quickies ab

Nein, tun sie nicht. Zumindest nicht kategorisch. Wer’s nicht glaubt, der lese das von Alexandra Berger und Andrea Ketterer geschriebene Buch „Warum nur davon träumen“ (dtv). Gegen einen Quickie zur Abwechslung hat demnach kaum eine Frau etwas einzuwenden.

Männer können keinen Orgasmus vortäuschen, oder?

Pech aber auch. Da dachten die Frauen, sie hätten ein Exklusivrecht an falschem Gestöhne und von Unlust verzerrten Gesichtern – und dann das. Auch Männer können einen Orgasmus vortäuschen. Zur Beruhigung, meine Damen: Samenergüsse sind echt, da lässt sich nichts machen. Doch dass beides nicht zwangsläufig zusammenhängen muss, habt ihr ja ein paar Absätze weiter vorne gelesen.

Ein erfahrener Mann erkennt, wenn eine Frau kommt

Vergiss es. Seit „Harry und Sally“ ist ein für alle Mal klar, dass uns jede Frau vormachen kann, sie würde abgehen wie eine Rakete. (Falls du es noch nicht weißt: es gibt in Discos Fake-Orgasm-Wettbewerbe mit Dutzenden von Teilnehmerinnen.) Ganz abgesehen von dieser niederschmetternden Erkenntnis, rätseln wir immer noch, wozu diese Fähigkeit überhaupt wichtig sein soll.

Der Spaß im Bett hängt von der Größe des Penis ab

Zum hunderttausendsten Mal, nein. Nicht Länge, Technik zählt! Und ganz abgesehen von allen Querschnittsprofilen und Durchschnittslängen lässt sich sexuelle Lust nicht mit einem Zentimetermaß messen, und sie richtet sich auch nicht nach der metrischen Einheit. Es sei denn der Penis liegt unter einem Maß von 7 Zentimetern, dann wird es nachweislich schwierig mit der Lust der Partnerin.

 

Ein richtiger Kerl bringt seine Partnerin jedes Mal zum Höhepunkt

Es gibt tatsächlich Frauen, die jedes Mal zum Orgasmus kommen. Doch das hat meist anatomische Gründe: Bei ihnen liegt die Klitoris in so günstiger Position, dass der Schaft des Penis beim Verkehr automatisch an ihr reibt. Diese Dauerstimulierung führt fast zwangsläufig zum Höhepunkt. Die Qualitäten des Mannes, mit dem solch eine Frau schläft, sind dabei völlig nebensächlich, sorry.

Männer können immer

Na ja, sagen wir fast immer. Außer wir denken gerade an Hella von Sinnen, Witta Pohl, Lolo Ferrari, Hannelore Kohl, Margarethe Schreinemakers oder sitzen irgendeiner Frau mit asymmetrischer Kurzhaarfrisur und bunter Brille gegenüber. Da können dann selbst Männer nicht mehr.

Sex in der Natur macht mehr Spaß

Ach ja, wenn man zuerst von Spaziergängern aufgescheucht wird, sich anschließend bei der Flucht auf einen Hochsitz die Oberschenkel aufkratzt und einem später, kurz vor dem Höhepunkt, eine gemeine Waldschnecke über die Brust spurtet, da weiß man doch erst wieder, dass Sex etwas ungemein Wildes ist.


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