Auszüge

happy interracial couple1a- Reggae Love, wenn die Liebe weint!

schwarz weiße Liebesodyssee

Teil 1: 

Drei weiße Frauen, ein schwarzer Mann 

Die spannende und lustige Suche nach der weißen Frau, der Frau Visa

 

<Auszüge aus dem Roman>

Auszug 1:

(…)Kribi, Kamerun, Sommer 2005, ein Hotelzimmer:

Ein Gespräch zwischen Mauritz und Carla über ihre Liaison mit Johnny

„Ich will aber nicht mehr, dass du dich mit ihm triffst“, sagte Mauritz.

„Es geht nicht, Mauritz, es geht nicht. Ich muss ihn treffen“, entgegnete Carla.

„Aber du hast gesagt, dass du mich liebst und wir haben doch gerade schönen Sex gehabt. Was hat er, was ich nicht habe?“, fragte Mauritz.

„Siehst du, ich habe dir die ganze Zeit gesagt, dass es nichts mit dir zu tun hat. Es geht nicht darum, dass der Sex mit dir schlecht war oder ist. Schau mal: Wir haben gerade sehr, sehr tollen Sex gehabt. Ist das nicht der Beweis, dass es nicht um Sex geht? Aber ich will und brauche Johnny. Alle meine Organe brauchen ihn. Ich weiß nicht, wie es in einer Woche sein wird. Aber jetzt weiß ich, dass es für mich sehr ungesund wäre, meinem Instinkt nicht zu folgen“, erklärte Carla ihrem Freund.

Mauritz sprang aus dem Bett und war vor Wut fast außer sich.

„Carla, du musst dich entscheiden. Ich kann das nicht mitmachen. Ich versuche es, ich habe es versucht, aber es zerreißt mich innerlich. Du wirst mich verlieren, wenn du mit ihm weiter schläfst“, drohte er.

„Ich weiß es Mauritz. Ich weiß es. Ja, vielleicht werde ich dich verlieren, wenn ich Johnny weiter treffe, aber ich weiß, dass ich mich verlieren werde, wenn ich ihn nicht mehr treffe“, antworte Carla.

Mauritz wusste nicht mehr, was er tun sollte und konnte, um Carla von ihrem Weg abzubringen. Völlig überfordert fing er wieder an zu weinen.

„Bitte mein Schatz, ich liebe dich doch so sehr. Ich kann nicht mit Johnny konkurrieren und ich möchte dich nicht verlieren. Ich werde mich ändern. Ich weiß, dass ich nicht immer richtig gehandelt habe mit dir. Ich…“, sagte er.

Carla war genervt von dieser Jammerei und stoppte ihn.

„Hör auf dich zu beschuldigen. Du hast null Schuld daran. Das hat wirklich nichts mit dir zu tun. Du hast mir nichts Böses getan. Du hast dir nichts vorzuwerfen“, versuchte Carla ihn zu beruhigen.

„Warum kannst du dich dann nicht von Johnny trennen?“, fragte Mauritz.

„Weil es nichts zu trennen gibt Mauritz. Es gibt nichts zu trennen. Es gibt nur ein Verlangen, einen Trieb, eine Sehnsucht. Kannst du dein Verlangen nach Wasser stoppen, wenn du durstig bist? Kannst du es trennen?“, antwortete Carla.

„Kann nicht auch ich dir dieses Wasser geben? Du kannst mir sagen, was du willst, was dir fehlt. Du kannst mir zeigen, wie du es haben willst und wir versuchen gemeinsam das zu tun“, bettelte Mauritz.

„Ja, das ist das Problem Mauritz. Ich kann dir nicht sagen, nicht zeigen, was ich will. Johnny weiß genau, was mir fehlt, was ich will. Ich weiß selbst nicht, was Neues kommt, aber er lässt mich immer etwas Neues entdecken, er lässt mich immer mich neu entdecken, er lässt mich über mich selbst staunen. Ich genieße es einfach, wie es kommt. Ich denke nichts dabei und fordere auch nichts dabei“, sagte Carla.

„Weil er schwarz ist? Ist es das, was dich so anmacht? Dich so anzieht? Bitte verstehe mich nicht falsch. Du hast gesagt, dass es nichts mit mir zu tun hat, dass es nichts mit seinem Penis zu tun hat, mit was dann?“, wollte Mauritz wissen.

Carla machte die Augen zu, überlegte ein paar Minuten und fuhr fort:

„Es ist wie ein Wunder. Ein Licht entsteht in dir, ohne dass du weißt, woher es kommt. Mauritz, das ist mehr als Sex. Es ist das ganze Feeling drum herum. Bei ihm habe ich das erste Mal in meinem Leben meine Weiblichkeit entdeckt bzw. richtig akzeptiert, dass ich eine Frau bin. Mit ihm habe ich gesehen, wie schön es ist, einen Mann an der Seite zu haben. Ich meine hier einfach Frau und Mann sein ohne Hintergedanken. Eine Frau mit Busen und Vagina und er ein Mann, stark, ohne Busen mit einem Penis. Einfach Frau zu sein, ohne Angst zu haben, sich unterzuordnen. Er als Mann, ohne zu befürchten, dass er der Chef ist. Verstehst du, was ich meine? Durch ihn habe ich die Freiheit der einzelnen Körperteile erfahren, die unabhängig voneinander funktionieren, aber doch gemeinsam agieren. Körperteile, die da sind, um mich glücklich zu machen. Meine Brüste kann ich nun mehr schätzen, das Fett an meiner Hüfte lieben, meine Vagina und Klitoris als wertvolle Geschenke Gottes sehen. Bei ihm habe ich meinen Körper entdeckt, den Körper einer Frau und nicht mehr immer nur den Körper einer werdenden Mutter oder eines Lustobjektes des geilen Mannes. Nicht mehr ein Körper, der sich modellieren muss, um sich der Lust des Mannes anzupassen“, führte Carla aus.(…)

AUSZUG 2:

(…)30 Minuten später saßen sie im Garten des Hotels. Johnny bestellte wie immer seinen Whisky und Roger sein Bier.

„Mann, hast du alles so gemacht, wie ich dir gesagt habe?“, begann Roger.

„Nicht ganz, aber der Panther hat den Hasen gefangen“, antwortete Johnny.

Roger schüttelte Johnnys Hand, sprang hoch in die Luft und freute sich so, wie man es in Kamerun macht.

„Gut gemacht, Mann, erzähle alles, alles bis ins Details. Das könnte mir auch irgendwann helfen.“

Das tat Johnny auch und die beide platzen vor Lachen.

„Wie geht es nun weiter?“, fragte Roger.

„Ich möchte heute mit ihr schlafen. Deswegen habe ich sie gestern so verwirrt und bin plötzlich weggegangen. Ich habe nicht viel Zeit“, antwortete Johnny.

„Okay, Win-Win, tu es, aber diesmal vergiss nicht, was ich dir jetzt sage“, sagte Roger.

„Was sagst du mir jetzt?“, fragte Johnny.

Roger streckte sich und freute sich, wieder den Experten zu spielen.

„Als ich bei den Weißen war, habe ich was gelernt. Das erstes Mal mit einer weißen Frau ist entscheidend dafür, ob sie bleibt oder nicht, es hängt vom ersten Bumsen ab“, fing er an und nickte sich selbst bejagend mit dem Kopf, während er Johnny in die Augen schaute.

„Ja, das weiß ich, Roger. So stand es auch im Internet.“

„Du weißt nichts, Bruder. Höre nun live, was ich dir sage, Johnny“, sagte Roger irritiert. Er war doch der Experte und nicht das Internet.

„Warum soll ich auf dich hören? Du bist mir kein gutes Beispiel, Mann“, erwiderte Johnny.

Roger hatte illegal in Frankreich gelebt und war irgendwann verhaftet und abgeschoben worden.

„Mann, sei nicht immer so streng mit mir. Es mangelte nicht an Frauen, aber die weißen Frauen waren so süß, dass ich vergaß, was ich hätte tun müssen. Ich verbrachte meine Zeit damit, Frauen wie Unterhosen zu wechseln. Und als ich Probleme hatte, wollte keine mir helfen. Sie waren alle sauer auf mich. Aber du weißt es, ich fliege wieder hin. In ein paar Monaten bin ich wieder in Paris, der Hauptstadt der großen Gauner der Welt“, sagte Roger.

„Ah ha“, seufzte Johnny nur.

„Weißt du, Johnny? Du muss nicht wie die Europäer denken, Mann. Denke, wie ein Amerikaner.“

„Nämlich?“, wollte Jonny wissen.

„Weißt du, du kannst viel von meiner Erfahrung profitieren. In Amerika ist ein Gescheiterter viel mehr gefragt als der, der eine reine Weste hat. Die reine Weste ist eine Gefahr. Der Gescheiterte, der wieder aufsteht, weiß, wie man scheitert und daraus lernt er, warum man scheitern kann. So verbesserst du deine Erfolgschance. Die reine Weste kann dir wenig helfen. Und irgendwann wird der mit der weißen Weste auch scheitern. Und zweitens sagt man doch bei uns, dass der Heiler sich selbst und seine Familie nicht heilen kann“, erklärte Roger.

Das schien Johnny zu überzeugen. „Ok Roger, ich will von deinem Scheitern und deiner Heilkunst lernen“, bestätigte Johnny.

Roger war wieder fröhlich.

„So ist es, Bruder. Ich will dir helfen. Weißt du was? Die weiße Frau interessiert sich zuerst für unser Stück in der Hose und erst danach verlieben sie sich“, sagte er.

„Echt?“, tat Johnny, als ob es das erste Mal wäre, dass er so etwas hörte.

Das ermunterte Roger. Er fühlte sich ernst genommen.

„Ja. Das sage ich dir. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht. Ich sage es dir selbst. Ja, selbst erlebt. Nicht irgendwo gelesen, wie du. Deswegen sind die Informationen, die ich dir jetzt gebe, aus erster Hand“, betonte Roger.

Er machte eine kleine Pause. Seine Flasche war leer. Er schaute sie an und sofort danach auf Johnny. Johnny begriff, was er meinte und bestellte noch ein Bier für ihn.

„Ja, Johnny, ja, Bruder, ich liebe dich. Du bist wirklich ein Bruder, aber ich danke dir nicht für das Bier. Information ist Erfolg. Das ist Geld ohne Scheine und Münzen. Meine Informationen für dich sind tausendmal wertvoller als das Bier. Deswegen erwarte nicht, dass ich mich bedanke, weil du ein Bier für 50 Cent bestellt hast. Aber trotzdem freue ich mich“, stellte er klar.

„Du musst dich nicht bedanken, Roger, ich habe dich doch eingeladen“, sagte Johnny.

„Wenn das so klar ist, möchte ich nicht mehr mit so trockenem Hals wie vorhin reden“, sagte Roger.

„Ok, Roger, verstanden“, amüsierte sich Johnny.

„Ja, Mann, wie ich dir sagte, sie verlieben sich zuerst in unseren Stock, dann in uns. Du musst sie besiegen im Bett und das sofort beim ersten Mal. Sonst wandert sie zum nächsten Bruder. Sie nehmen da alles und fangen in deiner Nähe an, das heißt bei Freunden, Brüdern, Kollegen und sie schießen wahllos los, jetzt wo sie auf den Geschmack gekommen sind. Du siehst manchmal eine schöne weiße Frau mit einem so hässlichen Bruder, der hier bei uns nicht mal bei Prostituierten Zugang hätte, und du fragst dich, ob das normal ist. Ja, sie wollen einfach alles testen. Hauptsache schwarz“, sagte Roger und schaute direkt Johnny an. Er erwartete eine heftige Reaktion von ihm wegen dieses unmöglichen Verhaltens der weißen Frauen.

„So was erleben wir doch auch hier, oder? Ich kenne viele Fälle…“, versuchte Johnny alles zu temperieren.

Roger war enttäuscht und unterbrach Johnny prompt.

„Nein, Johnny, du denkst zu europäisch, du denkst wie ein weißer Mann. Hier ist es nicht das gleiche. Wenn ja, dann nur wegen Geld und nicht wegen des Penis. Aber die weißen Frauen würden nicht mit uns schlafen, wenn ihre Männer halb so gut im Bett wären wie wir. Ich sage dir halb so gut. Es würde denen reichen“, bekräftigte er seine Linie.

„Roger, ich merke, dass du wirklich eine Rechnung mit den weißen Frauen offen hast. Sie haben dir sicher sehr wehgetan. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ihre Männer genauso gut sind wie wir. Das hat nicht mit der Rasse zu tun. Das ist individuell“, sagte Johnny.

„Mann, Mann, Mann, was denkst du denn? Wer war in Europa? Du oder ich?“, fragte Roger ziemlich genervt.

„Und dann hast du mit weißen Männern gefickt, um urteilen zu können, wie sie im Bett sind, gell? Das sind Klischees ohne Fundament, Roger. Du brauchst so etwas nicht, um dich gegenüber den weißen Männern als etwas Besseres zu sehen. Das ist komplex“, sagte Johnny ironisch.

„Ha, und die weiße Männer dürfen uns wie minderwertige Menschen behandeln?“, konterte Roger.

„Nein, so habe ich das nicht gemeint. Auch Weiße Männer, die das brauchen, um sich für etwas Besseres als Schwarze zu halten, sind bemitleidenswert. Das ist komplex, das ist Schwäche verstehst du und am Ende kann niemand auf der Welt dich minderwertig behandeln, weil du es einfach nicht zulassen würdest. Deinen Wert gibst du dir selbst“. versuchte Johnny Roger zu besänftigen (…)

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