Auszüge

Kinderbuch Koffi Cover 12_12_14_korrigiert01  KOFFI  &  BITACOLA

  2 ungleiche Detektive aus 

  Die lustigen und spannenden Detektiv-Abenteuer von Koffi, einem fünfjährigen Kind mit übernatürlichen Kräften, und seinem neuen Freund Bitacola, dem kleinen Affen

  Band 1: Koffi sucht einen Freund

  „Hallo lieber Affe, mein Name ist Koffi, ich suche einen Freund, willst Du mein Freund werden?“

 

 

<Auszüge aus dem Roman>

(…)

Jeden Morgen vorm Kindergartengehen stand er vorm Haus und sah, wie die Kinder in khakifarbenen oder blauen Kleidern vorbei liefen. Das erste Mal war das für ihn merkwürdig, er war schnell zu seiner Mama gerannt und hatte gefragt:

„Mama, Mama!“

„Ja, was ist Koffi? Warum schreist du so laut?“

„Komm mal hierher, komm schnell, Mami!“

„Ha, du schon wieder, warum soll ich kommen? Komm du hierher.“

„Nein, Mami, komm doch, ich will dir was zeigen!“

„Naja, ich kenne dein „Ich will dir was zeigen“ genug.“

„Nein Mama, diesmal ist es wirklich ernst, komm schnell!“

Seine Mama stand dann irgendwann mal auf, mit dem Baby auf dem Arm und eilte zu Koffi, der vor dem Haus stand.

„Ja, jetzt bin ich da, Koffi. Was ist denn los? Ich hoffe für dich, dass du eine gute Erklärung hast.“

„Na klar Mama, wie immer. Koffi ist doch ein kluges Kind. Ich will alles wissen.“

„Nun, sagst du mir endlich, warum ich zu dir kommen musste?“

„Mama, warum tragen sie alle die gleichen Kleider?“

„Deswegen musste ich lassen, was ich tat, um diese Kinder anzuschauen? Ich habe dir schon gesagt, lass mich aus deinen Sachen raus.“

„Ja Mami, ich lasse dich aus meinen Sachen raus. Ihr Erwachsenen seid zu komisch. Man stellt dir nur eine Frage. Anstatt zu antworten, nur einfach zu antworten, regst du dich auf. Was hast du davon, wenn du jetzt sauer bist? Das ist nicht gut für die Gesundheit, Mama. Du bist sowieso schon aufgestanden und stehst hier mit mir, warum gibst du mir nicht einfach die Antwort?“

„Was war noch deine Frage, Klugscheißer?“

„Mama, man sagt nicht Scheißer.“

„Koffi, ärgere mich nicht.“

„Ich ärgere dich nicht, Mama. Ich will dass du ruhig bleibst, Mama. Es geht nur um eine Frage. Mama, warum tragen sie alle die gleichen Kleider?“

Seine Mutter war immer erstaunt, wie dieses fünfjährige Kind es immer schaffte, älteren Menschen Paroli zu bieten. Da sie weitere Verhaltenslehren, was man nicht sagt oder was man sagen sollte nicht mehr hören wollte, entschied sie sich, ihm die Antwort zu geben.

„Das sind Uniformen“, sagt die Mama.

„Was sind Uniformen, Mama?“

„Das sind Kleider die Schüler tragen.“

„Warum tragen sie das, Mama?“

„Weil sie Schüler sind.“

„Was sind Schüler?“

„Schüler sind Kinder, die zur Schule gehen“, antworte die Mama.

„Warum sind sie Schüler?“

„Weil sie zur Schule gehen.“

„Warum gehen sie zur Schule?“

„Weil sie zur Schule gehen müssen.“

„Was ist dann Schule, Mama?“

„Dort lernt man zu lesen und zu schreiben.“

„Warum muss man lesen und schreiben lernen, wenn man reden kann, Mama?“

„Um Sachen zu wissen, und dann kann man Briefe schreiben, Bücher lesen.“

„Was sind Briefe?“

„In Briefen erzählen erwachsene Kinder ihrer Mama und ihrem Papa, wie es ihnen geht.“

„Warum muss man Briefe schreiben, Mama? Wenn ich dir doch sagen will, wie es mir geht, dann komme ich zu dir und rede mit dir.“

„Ja, aber wenn du groß bist und nicht mehr hier wohnst, kannst du an deinen Papa schreiben und ihm alles erzählen, was du so machst.“

„Nein“, schrie er energisch „ich möchte nicht weg gehen.“

„Wenn du groß bist, musst du weg gehen, mein Liebling.“

„Wenn ich denn dein Liebling bin, warum muss ich dann weg?“

„Du musst weg gehen, weil, wenn du groß bist, musst du hier wegziehen.“

„Was ist dann, Mama, wenn ich nicht groß werde? Bleibe ich dann immer hier bei dir?“

„Alle Kinder werden groß, du auch.“

„Nein, ich werde deswegen nicht groß, Mama!“

„Dann fange an, den Leuten dein richtiges Alter zu geben. Du wolltest doch schnell groß sein, oder? Du bist 3, aber du sagst überall, dass du fünf bist.“

„Stimmt doch Mama, ich bin doch fünf. Ich war zwei Jahre länger als andere Kinder im Bauch. Aber jetzt möchte und werde ich nicht mehr größer, Mama.“

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